Anmeldezahlen zu den weiterführenden Schulen Berlins: Integrierte Sekundarschulen werden angenommen
Am 16.03.10 08:20 | Berlin Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit:
Die vorläufigen Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen zum kommenden Schuljahr 2010/11 lassen keine signifikanten Veränderungen bei der Wahl der Schulart im Vergleich zu den Vorjahren erkennen.
Die Kapazitäten an den künftigen Integrierten Sekundarschulen und den Gymnasien sind zudem in ihrer Dimension so zugeschnitten, dass wie in den vergangenen Jahren auch ohne weitere Verän-derungen in der Schulplanung jeder Eltern-Wunsch nach einem Platz an einer bestimmten Schul-art erfüllt werden kann. In den meisten Bezirken kann die entsprechende Nachfrage anhand der bestehenden Plätze im Bezirk selbst entsprochen werden.
Dies ist das Ergebnis einer Schnellumfrage in allen Berliner Bezirken, bei der die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung die Anmeldezahlen für die künftigen Integrierten Sekun-darschulen und die Gymnasien abfragte. Die Abfrage stellt zunächst nur eine erste Zwischenbilanz dar, da der Anmeldezeitraum erst mit dem heutigen Freitag endet. Die Auswertung umfasst mehr als 95% der Anmeldungen der Schülerinnen und Schüler des künftigen 7. Jahrganges.
Berlinweit ergibt sich folgendes Bild bei den
Anmeldungen und vorhandenen Plätzen für die 7. Klassen der weiterführenden Schu-len/Neuanmeldungen (vorläufiges Ergebnis, Stand 11.3.2010)
Die Tabelle zeigt, dass auch für die Gymnasien die Kapazitäten berlinweit ausreichen.
Es gibt eine Übernachfrage nach Plätzen an Gymnasien in vier Bezirken (Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Neukölln), die sich nach Einschätzung der Verwaltung spürbar unterhalb von zehn Prozent bewegt. In Mitte sind Anmeldungen und Plätze nahezu aus-geglichen. Sechs Bezirke (Pankow, Tempelhof-Schöneberg, Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, Reinickendorf) haben ein Überangebot an Gymnasialplätzen von ca. 3 Prozent bis zu ca. 20 Prozent. Zwei weitere Auffälligkeiten scheinen sich abzuzeichnen: Eine sehr starke Über-nachfrage nach Gymnasialplätzen in Friedrichshain-Kreuzberg (Übernachfrage: ca. 30%) und eine noch höhere Nachfrage nach Sekundarschulplätzen in Tempelhof-Schöneberg (Übernachfrage: ca. 35 %).
Keine Veränderungen bei den Präferenzen der Schularten
Eltern wählten nach den vorläufigen Neuanmelde-Zahlen in Berlin zum kommenden Schuljahr 2010/11 zu ca. 55 Prozent die Integrierten Sekundarschulen und zu ca. 45 Prozent das Gymnasi-um als weiterführende Schulart für ihr Kind.
Das Wahlverhalten, das sich bei diesen Anmeldezahlen zeigt, lässt sich mit der Verteilung der tatsächlich aufgenommenen Schülerinnen und Schüler in den siebenten Klassen der vergangenen Schuljahre und des laufenden Schuljahres nach Gymnasiasten und Nicht-Gymnasiasten vergleichen (Stichwort „Gymnasialquote“).