in Hellersdorf, Hohenschönhausen, Weißensee

Ihr kompetenter Ansprechpartner zu allen Fragen rund um den PKW-Kauf und die PKW-Finanzierung hilft bei allen Rechtsfragen zum Thema Neu- und Gebrauchtwagenkauf und setzt Ihre rechtlichen Interessen gegenüber Vertrags- Gebraucht- und Internethändlern effektiv durch.

Die Anzahl an PKW-Käufen über das Internet nimmt stetig zu. Zugleich ist damit eine Vielzahl an rechtlichen Fragestellungen, insbesondere zum Gewährleistungsrecht verbunden. Es kommt darauf an, ob der PKW durch einen gewerblichen Verkäufer oder eine Privatperson verkauft wurde.

Ein klassisches Problemfeld ist der Ausschluss der Gewährleistung. Gerade bei Internetautohändlern sind Klauseln wie "Gekauft wie gesehen" bzw. "die Haftung für Gewährleistungsansprüche wird ausgeschlossen" sehr beliebt. Auch hier gilt: Wird der Zustand eines PKW in der Verkaufsanzeige z.B. auf dem Verkaufsportal und beim Verkauf garantiert, sind Verkäufer an diese Erklärungen gebunden.

Ist der Anbieter ein gewerblicher Verkäufer, dann ist ein Ausschluss der Gewährleistung nicht ohne weiteres zulässig. Dies regelt ein sogenanntes Umgehungsverbot § 475 Abs.1 BGB. Wird die Gewährleistung unzulässig ausgeschlossen, ist diese Regelung unwirksam. Hier gilt es den PKW-Kaufvertrag genau zu prüfen und im Einzelfall die vertraglichen Ansprüche durchzusetzen. Entgegen der Ansicht vieler PKW-Händler, können diese Gewährleistungsrechte nicht ohne weiteres ausgeschlossen werden.

Das Recht des Verbrauchsgüterkaufes gemäß §§ 474ff. BGB gilt auch bei Gebrauchtwagenkäufen. Kauft eine Privatperson bei einem "gewerblichen Händler" einen Gebrauchtwagen, liegt ein Verbrauchsgüterkauf vor. Hier gilt eine Beweiserleichterung zugunsten der Verbraucher. Nach der Vorschrift des § 476 BGB wird das Vorliegen eines Mangels (z.B. Motorprobleme, Elektronik, Defekte Bauteile, mechanische Teilen) bereits bei Übergabe vermutet, wenn dieser innerhalb des ersten halben Jahres ab Übergabe auftritt. Diese "Beweislastumkehr" erleichtert vieles, da Verbraucher den Mangel nur "darlegen" müssen. Im Einzelfall können hier jedoch auch hier umfassende Streitpunkte liegen. Tritt der Mangel innerhalb des ersten halben Jahres auf, greifen die Gewährleistungsrechte (Anspruch auf Nacherfüllung) zugunsten des Käufers. Dies gilt auch beim Neuwagenkauf.

Gerne berate ich Sie über Ihre rechtlichen Ansprüche gegenüber PKW-Händlern. Gerade bei Internetkäufen ist dies ein beliebter "Streitpunkt", insbesondere dann, wenn die Gewährleistungsansprüche zurückgewiesen werden.

In vielen Fällen werden PKW-Käufe durch einen Verbraucherkredit finanziert. Die Vermittlung dieser Kredite erfolgt meist durch den Verkäufer. Wird ein Verbraucherkreditvertrag zur Finanzierung des PKW (z.B. Autokredit, Ratenkredit) abgeschlossen, liegt ein "verbundenes Geschäft" vor. Die Rechtsfragen sind zum Teil sehr kompliziert. Dem Käufer stehen diverse Rechte gegenüber der finanzierenden Bank zu. Darüber hinaus kommt es in jedem Fall auf die "richtige Belehrung" an, die zwingend den Vorschriften des Verbraucherkreditrechts entsprechend muss.

Gerne berate ich Sie zu allen Rechtsfragen rund um den PKW-Kauf und setze Ihre Ansprüche gegenüber dem Verkäufer oder der finanzierenden Bank durch.

Ihre Kanzlei am Antonplatz, Rechtsanwalt Kai-Uwe Agatsy

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