in Berlin Hellersdorf, Hohenschönhausen, Köpenick

Liebe Leserinnen und Leser,

Was ist steuerlich zu beachten, wenn auf dem Arbeitsweg oder einer Dienstfahrt ein Verkehrsunfall mit dem privaten Fahrzeug eintritt?

Die Fahrtkosten können in der Steuererklärung mit 0,30 € je Entfernungskilometer und Arbeitstag angesetzt werden. Durch diese Entfernungspauschale sind grundsätzlich sämtliche Aufwendungen abgegolten, die durch die Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstrecke veranlasst sind.

Die Kosten für einen Unfall, der sich auf einer beruflichen Fahrt ereignet hat, also auch Dienstreisen oder Familienheim-fahrten im Rahmen einer beruflich bedingten doppelten Haushaltsführung, können als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Dem Finanzamt ist hierbei grundsätzlich ein Nachweis über den Unfall selbst und ein Nachweis darüber zu erbringen, dass sich dieser Unfall auf einer beruflichen Fahrt ereignet hat.

Der Nachweis des Unfalleintritts lässt sich anhand von Fotos, eigenen Schilderungen, dem Unfallbericht der Polizei, Sachverständigen-Gutachten aber auch Schilderungen Unfallbeteiligter oder Unfallzeugen erbringen.

Der Nachweis des Schadenseintritts während einer beruflichen Fahrt ist u.U. schwieriger. Indizien hierfür sind Ort und Uhrzeit des Unfalls. Eine Bescheinigung des Arbeitgebers über den betrieblichen Anlass der Fahrt, über einen verspäteten Arbeitsbeginn oder Arbeitsausfall, Aufsuchen eines Arztes oder aber auch die Bescheinigung der Berufsgenossenschaft über einen
Wegeunfall, die Benennung von Zeugen können dies hinreichend belegen.

Schwierig wird es, wenn derartige Nachweise nicht möglich sind. In diesem Fall kann eine eidesstattliche Versicherung gem. § 95 Abgabenordnung abgegeben werden.
   
Die Nachweiserbringung ist umso wichtiger, weil privat veranlasste Umwegfahrten zum Ausschluss des Werbungskostenabzugs führen.

Als Werbungskosten sind die Kosten abzugsfähig, die nicht von einem Dritten z.B. Versicherung oder Unfallgegner, erstattet wurden. Abzugsfähig sind z.B.
Kosten für Reparatur, Abschleppdienst, Mietwagen für die Reparaturzeit und Aufwendungen für die Schadensbeseitigung an anderen Gegenständen (z.B. Kleidung, Gepäck). Auch Anwalts- und Gutachterkosten gehören zu abzugsfähigen Werbungskosten, soweit diese nicht erstattet wurden.

Tritt eine Versicherung für die v.g. Kosten ein, dann ist lediglich der Betrag der Selbstbeteiligung abzugsfähig.

Die Kosten sind im Jahr der Bezahlung als abzugsfähige Werbungskosten zu erklären.

Wird das Fahrzeug nicht repariert, kann anstatt der Reparaturkosten eine Wertminderung (Absetzung für außergewöhnliche Abnutzung § 7 Abs. 1 Satz 7 EStG) geltend gemacht werden. Der Wertverlust ist jedoch nachzuweisen, z.B. mit Hilfe eines Gutachtens. Wichtig ist, dass der Werbungskostenansatz für den Wertverlust im Jahr des Schadenseintritts
erklärt wird.

Gerne erläutern wir Ihnen weitere Details.

Bitte sprechen Sie uns an.

Steuerberater Dr. Albrecht & Partner

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